Die Wildnispädagogik Ausbildung verändert – wagst Du den Schritt?

Die Wildnispädagogik Ausbildung verändert – wagst Du den Schritt?

Die Wildnispädagogik Ausbildung verändert – möchtest Du es wagen?

In der Wildnispädagogik Ausbildung von der Wildnisschule Wir-Kinder der Erde wird das Wissen der Naturvölker gelehrt. Das heißt, dass es nicht nur das Wissen der nativen Bewohner Nordamerikas ist, sondern meistens ist es ein universelles Wissen, dass die Naturvölker auf der Welt gemeinsam haben.

Neben dem Überleben in Harmonie mit der Natur und der Erweiterung der Wahrnehmung wird in der Wildnispädagogik Ausbildung noch die Haltung der nativen Völker vermittelt. Da leider in unserem Kulturbereich Überlieferungen der inneren Haltung zur Natur schwer zu finden sind, wird der Blick auf jene First Nations gerichtet, die noch leben und somit die inneren Werte zur Naturverbindung aus erster Hand mitteilen können.

Was am meisten beeindruckt, ist, dass alles für sie lebendig ist. Jeder Stein, das Wasser, die Erde und alle Wesen in der Natur und in der spirituellen Welt.

Doch was macht dieses Wissen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Wildnispädagogik Ausbildung bei Wir-Kinder der Erde? Als Antwort auf diese Frage möchte ich gern meine jahrelangen Beobachtungen, die mein Herz berühren und viele Mentees aus der Wildnispädagogik Ausbildung auf neue Wege geführt haben, teilen.

Die innere Haltung, dass alles lebendig ist, so wie wir als Menschen lebendig sind, lässt die Umwelt zur Mitwelt werden. Nichts ist voneinander getrennt, alles ist miteinander verbunden. Meine Handlungen haben Auswirkungen auf die Mitwelt, und die Mitwelt hat Auswirkungen auf mich. Ich bin Eins im Sein mit allem. Der Mensch steht nicht mehr über der Schöpfung, sondern ist ein Teil der Schöpfung, und das Göttliche drückt sich in allem aus, was mich umgibt und ich bin als Mensch genauso göttlich wie alles andere der Schöpfung. So wird nicht mehr von einer Sache gesprochen, sondern die Tiere, die Bäume oder die Pflanzen werden als Lehrer oder Lehrerinnen verstanden. Ihre Sprache sind nicht Worte, sondern Gefühle oder Schwingungen, die der Mensch mit dem Herzen erspüren kann.

Die Zeit verändert die Wahrnehmung und einen selber!

Mit Fortschreiten der Wildnispädagogik Ausbildung wird nicht mehr von dem Baum gesprochen, sondern eventuell von dem Freund, bei dem ich seit Beginn der Ausbildung sitze und die Zusammenhänge der Natur beobachte. Das Rotkehlchen wird zu „meinem“ Rotkehlchen, dass ich immer wieder auf meinem Sitzplatz sehe und das sich von allen anderen Rotkehlchen unterscheidet. Es bilden sich innere Verbindungen aus, die mit jeder Begegnung wachsen, die mich als Mensch die Gemeinschaft im Netz des Lebens erkennen lassen. Andreas Weber hat in seinem Buch „Alles fühlt“ dies ausgedrückt, und Joan Macy in der Tiefenökologie spricht gleichfalls davon, dass der Mensch mit allem verbunden ist.

Wenn dieses Bewusstsein bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Wildnispädagogik Ausbildung von Wir-Kinder der Erde wächst, so verändert sich immer mehr die Beziehung zu sich selber und zur der Mitwelt. Das Gefühl von „getrennt sein“ löst sich auf, und immer stärker wächst das Gefühl der Fülle und Dankbarkeit. Die Erkenntnis, dass die Mutter Erde für alles Leben liebevoll sorgt, sinkt in die Herzen und in die eigene Weltsicht. Dankbarkeit und Zufriedenheit erwächst daraus.

Welche Veränderungen konnte ich als Mentorin beobachten?

Oft konnte ich erleben, dass sich der Lebensentwurf der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wildnispädagogik Ausbildung verändert. Sie schätzen die Fülle, die sich bei solch einer Naturverbindung einstellt, erfahren immer mehr Momente des Glücks und fühlen sich mit allem eins. Das achtlose Nehmen ändert sich zu einem achtsamen Sammeln mit dem Gedanken, was kann ich zur Fülle der Natur beitragen. Welchen kleinen Baumstamm kann ich sammeln, um einen graden Pfeil zu erhalten und gleichzeitig den anderen kleinen Bäumen beim Wachsen zu helfen. Das Nehmen aus der Natur wird zum „Caretaking“ für die Natur. Der Mensch versteht sich als Gärtner der Welt, weiß um die Verwobenheit in der Wildnis und kann das eigene Handeln so gestalten, dass es der wilden Natur zur Blüte verhilft. Nachhaltigkeit ist kein Konzept mehr, denn diese innere Haltung führt automatisch dahin, dass ich auch für die zukünftigen Generationen sorge.

Ich sehe das Handeln wie einen Stein, der ins Seewasser geworfen wird. Dieser Stein bildet konzentrische Kreise aus, und diese breiten sich zuerst sichtbar, dann fast unsichtbar, über den ganzen See aus. Diese innere Haltung haben die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der Wildnispädagogik Ausbildung.

Die Werte haben sich verändert in den Mentees. Sie überdenken ihren Lebensweg, überprüfen die eigenen Beziehungen zu Menschen und zur Mitwelt, und manchmal führt es dazu, dass eine Ehe gerettet wird, dass Zufriedenheit mit dem eigenen Lebensweg entsteht, dass man sich selber für die Unachtsamkeit des vorherigen Lebens vergibt und die Verantwortung für die Natur und das eigene Handeln übernimmt. Viele engagieren sich in ökologisch ausgerichteten Gemeinschaften, bringen in ihre Familie Freude und Dankbarkeit, fangen das Gärtnern an oder kaufen regional und saisonal ein. Doch was mich am meisten berührt als Mentor bei der Wildnispädagogik Ausbildung, ist das Leuchten in den Augen der Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ihre wahrhaftigen Umarmungen und ihren Dank, diese Fülle erkannt zu haben.

So sage ich auch allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Wildnispädagogik Ausbildung von Wir-Kinder der Erde vom ganzem Herzen Dank und dass es mir Kraft gibt, Wildniswissen und Naturverbindung weiter zu lehren. Barbara

Text: Dr. Barbara Deubzer, Foto: Pixabay

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